1.676 Cyberangriffe mussten österreichische Unternehmen im Jänner 2026 erdulden – und zwar pro Woche. Im Vergleich mit dem Dezember 2025 stieg die Anzahl der Attacken um 14 Prozent.
Vor allem der Bildungssektor und der Regierungssektor werden dabei von Cyberkriminellen ins Visier genommen. Doch auch auf Telekommunikationsunternehmen, Verbände und gemeinnützige Organisationen häufen sich die Online-Angriffe.
Ob Sabotage oder Datendiebstahl – eine Cyberattacke kann hohe finanzielle Schäden nach sich ziehen. So kam eine Untersuchung aus dem Jahr 2024 zu dem Ergebnis: In 22 Prozent der Fälle lag die Schadenssumme unter 25.000 Euro. Neun Prozent der betroffenen Unternehmen erlitten jedoch einen deutlich höheren Verlust.
Um die Kosten, die ein Cyberangriff auslösen kann, zu vermeiden, sind umfassende Systemsicherheitsmaßnahmen essenziell. Dazu gehören regelmäßige Penetrationstests, die Schwachstellen im Unternehmensnetzwerk aufdecken können.
Pentests schützen sensible Daten
Der Diebstahl sensibler Inhalte oder Kundendaten ist ein wesentliches Ziel vieler Cyberkrimineller. Sie können die erbeuteten Informationen für einen Erpressungsversuch nutzen oder sie im Darknet verkaufen.
Für betroffene Unternehmen zieht das nicht nur einen finanziellen Schaden, sondern auch einen Imageverlust nach sich.
Um den Datenschutz zu optimieren und um das Risiko von Online-Attacken zu minimieren, ergibt es Sinn, durch sogenannte Pentesting-Partner Sicherheitslücken aufdecken zu lassen.
Hinter einem Penetrationstest verbirgt sich dabei ein kontrollierter Sicherheitscheck, in dessen Rahmen ein Cyberangriff simuliert wird. Die Rolle der Cyberkriminellen übernehmen dabei sogenannte White-Hat-Hacker.
Diese Experten – auch ethische Hacker genannt – nutzen die gleichen Attacken wie klassische Hacker. Dadurch stellen sie ein System auf eine realistische Belastungsprobe.
Sie suchen gezielt nach Möglichkeiten, um vorhandene Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und ein Unternehmensnetzwerk zu infiltrieren. Ist ihnen das gelungen, können sie ihre Auftraggeber nicht nur über die gefundenen Schwachstellen aufklären. Sie geben ihnen auch Tipps, um die Systemwiderstandsfähigkeit gegenüber Angriffen zu stärken.
Pentests bestätigen die Datensicherheit gegenüber Dritten
Zwischen den Jahren 2020 und 2025 fanden 32 Prozent der österreichischen Unternehmen Hinweise auf Datendiebstahl oder Cyberangriffe. Das ergab eine Umfrage unter 200 Führungskräften.
47 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzten das Risiko, Opfer eines Hackerangriffs zu werden, als hoch ein. Neun von zehn Befragten glaubten zudem, dass sich die Bedrohungslage zukünftig verschärfe.
Dabei fürchten viele Unternehmen nicht nur um die eigene Datensicherheit. Auch ein Online-Angriff auf Geschäftspartner kann zum Verlust sensibler Daten führen. Daher legen zahlreiche Firmen inzwischen darauf Wert, dass potenzielle Vertragspartner ihre IT-Sicherheit unter Beweis stellen.
Ein Penetrationstest ist ein probates Mittel, um gegenüber Dritten die aktuelle Wehrhaftigkeit eines Unternehmensnetzwerks zu beweisen.
Die Aktualität spielt dabei eine entscheidende Rolle. Denn Pentests sind zunächst nur eine Momentaufnahme. Ein einziges Ergebnis allein kann keine Aussage über das zukünftige Sicherheitsniveau einer Firma treffen.
Um einen wiederholten Beweis der Datensicherheit zu erbringen, sind daher regelmäßige Penetrationstests notwendig.
Pentests schaffen eine Vertrauensbasis
Neben einem finanziellen Verlust lösen Hackerangriffe auf Unternehmen auch ein Imageproblem aus. Denn sie zerstören das Vertrauen von Kunden, Investoren und Geschäftspartnern in den betroffenen Betrieb.
Eine mögliche Folge besteht in deren Abwanderung zur Konkurrenz. Dadurch wiederum drohen weitere Umsatzrückgänge.
Regelmäßige Pentests können als Basis der Cybersecurity das Unternehmensansehen in der Öffentlichkeit schützen. Sie weisen die IT- und Datensicherheit nach und schaffen dadurch etwa bei einem Vertragsabschluss eine Vertrauensbasis.
Nach einem überstandenen Hackerangriff können Penetrationstests ebenfalls dazu genutzt werden, um die Unternehmensreputation wiederherzustellen.
Pentests schützen gegen automatisierte Malware
Zwar nehmen gezielte Hackerangriffe auf Unternehmen zu. So berichtete 2025 jedes dritte Großunternehmen in Österreich mit mehr als 51 Millionen Euro Jahresumsatz davon, mehrfach Opfer von Cyberangriffen geworden zu sein.
Jedoch nutzen Hacker inzwischen immer häufiger automatisierte Malware – sogenannte Bots – um Sicherheitslücken in beliebigen Unternehmenssystemen aufzuspüren. Diese werden häufig dazu genutzt, um:
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in ein Netzwerk einzudringen
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relevante Daten zu verschlüsseln und
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Lösegeld zu erpressen
Neben Unternehmen und Behörden können dabei auch Privatpersonen Opfer solcher Bot-Attacken werden.
Penetrationstests sind ein präventives Mittel gegen unspezifische Cyberangriffe. Indem sie wiederholt Sicherheitsmängel in einem System identifizieren, tragen sie dazu bei, diese zu schließen.
Dadurch leisten die Belastungstests ebenfalls einen Beitrag dazu, die unternehmerische Sorgfaltspflicht zu erfüllen.
Fazit
Cyberangriffe entwickeln sich in der Unternehmenswelt zu einer immer größeren Bedrohung. Trotz einer hohen Risikowahrnehmung fehlt jedoch vielen österreichischen Unternehmen die Strategie, um die eigene Cybersicherheit zu erhöhen.
Ein empfehlenswertes Mittel sind regelmäßige Penetrationstests, die das Unternehmenssystem auf Herz und Nieren prüfen. Die realistischen und legalen Hackerattacken identifizieren Sicherheitslücken und tragen zu deren Schließung bei, bevor echte Cyberkriminelle darauf aufmerksam werden.














